erkenntniswiderspruch.de Peter Blickensdörfer · Herausgeber
Europa-Kritik
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Problem der Suche nach Ein-Europa
Editorial · Monat Jahr

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Peter Blickensdörfer · Herausgeber · ~ 8 Minuten Lesezeit

Fragwürdiges

Fragwürdiges

Wer, und nicht nur wegen der „Krisen“, aber dadurch besonders veranlasst, um ein Verstehen des Zustands der Menschheit ringt, weiß um die Schwierigkeit der „Materie“. Vor allem dann, wenn sich mit diesem Verstehen der Menschheit das mit dem von ihrer Zukunft verbindet. Doch ganz gleich, was mit diesem Verstehen beschrieben wurde und wird, es bleiben immer noch zu beantwortende Fragen zur Menschheit und ihrer Zukunft. Zwar gibt es mannigfache Beschreibungen in verschiedenen Ausdrucksformen wie „Krisen“ überwunden werden können, mit welcher Art und Weise des Zusammenlebens eine Zukunft der Menschheit gesichert werden kann. Doch charakteristisch für diese Beschreibungen ist, dass mit diesen Verstandenes von sinnlich Wahrgenommenen ausgedrückt, in Bildern das Verstandene beschrieben wird, (auch) um damit die (stereotypische) Frage zu beantworten: „was kann ich mir darunter (für das Verstehen) vorstellen?“. „Krisen“ sind damit nicht verstanden, nicht überwunden worden. Die Zukunft der Menschheit bleibt trotzdem gefährdet.

Der Blog WISSENSCHAFTLICHE BLOGWERKSTATT ist ein Forum, in dem zum Verstehen dieser Fragen und ihrer Beantwortung beizutragen ist. Dieser Anspruch, dazu mit wissenschaftlichen Werken beitragen zu können, resultiert nicht nur aus einer von Optimismus getragenen Idee. Denn mit dem herrschenden Verständnis, es überschreite das Verstehen der Menschheit-Erkenntnisse, die Frage nach der Ursache beantworten zu können, warum die Menschheit, trotz ihrer Erkenntnisse, „Krisen“ ihrer Entwicklung bisher nicht verhindert hat, ist nicht wissenschaftlich begründet, dass die Frage nicht als wissenschaftliche Frage gestellt werden konnte und nicht gestellt wird.

Die wissenschaftlich gestellte Frage lautet: Welches Verstehen verhindert eine Anwendung der Menschheit-Erkenntnisse, mit der ihre Zukunft gesichert werden kann? Sie ist mit Schlussfolgerungen für die Anwendung der Menschheit-Erkenntnisse wissenschaftlich beantwortet worden. Die Frage nach der „Krisen-Ursache“, nach einer die Menschheit erhaltenden Entwicklung bedingt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der das Verstehen beherrschenden Ideologie: mit dem die Kultur des Denkens bestimmenden herrschenden Verständnis. Es ist also eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Sprache, mit dem Werkzeug wissenschaftlichen Werkens.

Im Blog WISSENSCHAFTLICHE BLOGWERKSTATT zu einem wissenschaftlichen Werken beizutragen, ist der Anspruch an die Beitragenden, in wissenschaftlicher Sprache zu werken, Verstandenes wissenschaftlich auszudrücken. Das Wort wissenschaftlich muss also ein Begriff sein, als Begriff verwendet werden. Denn dieses Wort ist Bezeichnung für eine feststellbare charakteristische Eigenschaft des Verstehens, mit dem ein Unterschied zu anderen charakteristischen Eigenschaften des Verstehens ausgedrückt wird. Das wissenschaftliche Werken bedingt also ein wissenschaftliches Verstehen von Wissenschaftlichkeit, welches Verstehen mit „wissenschaftlich“ ausgedrückt wird. Verstehen und Ausdrücken erfolgt als Sprache. Wissenschaftliches Verstehen, worin es sich von anderem Verstehen unterscheidet, drückt das von verstandenen Zusammenhängen sprachlogisch mit Begriffen in normativer Grammatik aus.

Zum wissenschaftlichen Werken gehört deshalb vor allem die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem herrschenden Verständnis von Sprache und von Wissenschaftlichkeit im Zusammenhang, dass mit diesem die den Zustand der Menschheit charakterisierenden „Krisen“ nicht überwunden werden, ihre Zukunft der Menschheit gefährdet bleibt, welches charakteristische Merkmal der Änderung des gegenwärtigen Zustandes, mit welchen charakteristischen Merkmal seines Veränderns eine die Menschheit erhaltende Entwicklung bedingt, deren selbstzerstörerische Zustand historisch aufgehoben werden kann. Diese wissenschaftliche Auseinandersetzung in wissenschaftlicher Sprache bedingt die Verwendung der Worte wissenschaftlich und Sprache sowie deren Verbindung als Begriffe.